Der Weihnachtsbaum

Den Weihnachtsbaum aufstellen leicht gemacht

Zur Weihnachtszeit steht er in jeder Kirche, auf jedem Weihnachtsmarkt und in fast allen Wohnstuben. Ein Weihnachtsfest ohne den festlich geschmückten Weihnachtsbaum ist kaum vorstellbar. Er gehört zum heiligen Fest wie die Stolle, die Pfefferkuchen, der Weihnachtstern, die piecksenden Tannennadeln und die liebevoll ausgesuchten Geschenke. Doch wie stell man einen Weihnachtsbaum auf? Auf was sollte geachtet werden? Die folgenden Tipps und Tricks sollen helfen, den Baum richtig aufzustellen und dem Heiligabend entspannt entgegen zu sehen.

Den Weihnachtsbaum richtig aufstellen – so wird es ein Erfolg

Den richtigen Baum zu finden, kann manchmal schwierig sein. Er sollte schön und gerade gewachsen sein, die Nadeln frisch und grün und einen guten natürlichen Duft verströmen. Abgebrochene Zweige zeugen von minderer Qualität. In Deutschland werden überwiegend Nordmann-Tannen weihnachtlich behangen, aber auch Fichten und andere Nadelbäume sind weit verbreitet. Traditionell wird der Baum vor dem Heiligen Abend aufgestellt und zwischen dem 6. Januar, der Erscheinung des Herren und dem 2. Februar, Lichtmess, wieder abgeputzt.

Was wird benötigt und was ist zu tun?

 

Zur Hand sollten stets eine Schere, eine Säge, ein Christbaumständer und der Baum sein. Eine weitere Person als Helfer wäre von Vorteil. Alles beginnt mit dem Kauf des Baumes. Dabei ist es ganz egal, ob das sehr früh oder knapp vor den Feiertagen passiert und manchmal wird in aller Eile die Wahl zu Qual und der Familienfrieden kann gestört werden. Am Ende steht das schönste Exemplar im Christbaumständer, aber der Haussegen hängt schief. Das muss nicht sein. Hierzu ein kleiner Tipp: Einfach ein wenig mehr Zeit nehmen oder während eines Ausfluges den Baum selber schlagen. Apropos Zeit: alle Bäume werden zur selben Zeit geschlagen, aber zu unterschiedlichen Zeiten beim Händler geliefert. Eine Frischegarantie gibt es also nicht. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, einen gesunden Weihnachtsbaum auszusuchen. Deshalb gern auch mal bewusst mit den Fingerspitzen gegen den Strich der Zweige zu streichen. Fallen hierbei schon Nadeln ab, sollte lieber ein anders Exemplar ausgesucht werden. Ist der allerschönste Baum gefunden, wird er gut verpackt, meist in einem Netz, nach Hause transportiert. Wird er liegend auf dem Autodach transportiert, sollte der Baum zusätzlich in Folie eingewickelt sein. Das wirkt dem trockenen Wind und dem Nadelverlust entgegen. Im Auto transportiert ist es gut, wenn eine alte decke vorhanden ist. Das schützt den Innenraum vor dem klebrigen Harz. Zuhause angekommen, sollte der Weihnachtsbaum vorerst auf dem Balkon, im hellen Waschkeller oder im Garten seinen Platz finden. In einem mit Wasser gefüllten Eimer hält er sich frisch und fängt auch erst später an zu nadeln.

 

Bevor der Baum endgültig aufgestellt wird, muss er akklimatisiert werden, d. h. er muss sich langsam an einem Übergangsort an die wärmere Temperatur im Wohnzimmer gewöhnen. Ist die Stunde des Aufbaus gekommen, wird der Weihnachtsbaum vom Netz von unten nach oben befreit und in die warme Stube geholt. Mit der Säge werden nun die untersten Äste entfernt. Der unterste Stamm muss komplett kahl sein, da er sonst nicht in den Christbaumständer gesteckt werden kann. Der Christbaumständer sollte schwer und stabil sein. Moderne Varianten lassen sich mit Wasser füllen und der Baum hält damit länger grün. Früher waren die Christbaumständer eher unpraktisch zu bedienen. Das Justieren mit Schrauben war umständlich und erforderte viel Geduld. Zum Glück gibt es heute eine ganze Reihe von Baumständersystemen, die auch von ungeschickten Laien extrem einfach zu bedienen sind. Beim Weihnachtsbaumständer mit Klemmschrauben fixiert ein Schraubensystem den Baum. Bis zu vier Flügelschrauben werden in den Stamm gedreht. Meist muss hierbei die Familie mithelfen und den Baum halten. Es kann eine Weile dauern, bis der Baum wirklich gerade steht und es erfordert auch einiges an Kraft. Bessere Varianten sind die Christbaumständer mit mit Klemmechanismus oder Seilzugtechnik und Wassertank.

Wer einen sehr rustikalen und natürlichen Christbaumständer mag, ist mit der Ausführung „Bad Tölz“ sehr gut bedient. Ist der Stamm zu dick für die Halterung, wird er mit der Säge rundherum gleichmäßig angespitzt. Doch Vorsicht, nicht zu viel entfernen, sonst wackelt später der Baum. Nun kommt die zweite Person mit ins Spiel und eine helfende Hand wird gebraucht. Die eine Person hält den Baum, die andere Person nimmt die Position am Christbaumständer ein. Der Christbaumständer wird in seine Ursprungsposition gebracht. Anschließend wird der Weihnachtsbaum mittig hinein gestellt und mittels Schrauben oder Klemmen arretiert werden. Falls diese Prozedur allein bewältigt werden muss, kann der Baum auch vorsichtig an die Wand gelehnt werden. Wie stabil eine Weihnachtsbaum im Ständer steht, hängt nicht alleine von der Dicke seines Stammes ab. Die Gewichtsverteilung durch die Äste und die Höhe des Baumes spielen eine wesentliche Rolle. Ein sehr hoher Baum kippt gern um.

Kippgefahr besteht auch ganz schnell, wenn sich im Wohnzimmer die Lieblingsvierbeiner wie Fiffi, Samtpfötchen und Co frei bewegen dürfen. In diesem Falle wäre eine sichere Wandbefestigung von Vorteil. Die Gefahr, dass der Weihnachtsbaumaum kippt wäre sonst sehr groß. Wer sich all die Mühe sparen möchte, greift ganz bestimmt zu einem künstlichen und praktischen Weihnachtsbaum, einschließlich Christbaumständer. Dieser ist ruckzuck aufgestellt. Dafür werden dann andere Abstriche gemacht werden müssen. Sie nadeln allerdings nicht und sind wiederverwendbar. Eine Klapptanne als edler Faltbaum kann in einer Rekordzeit von nur zwei Minuten aufgebaut werden.

Ist alle Arbeit getan, wird das Kunststoffnetz in der gelben Tonne entsorgt und das große Aufräumen kann beginnen. Zu empfehlen ist, den Weihnachtsbaum einige Stunden stehen zu lassen, damit die Zweige sich richtig entfalten können. Anschließen kann die Familie mit dem festlichen Schmücken beginnen. Das gemeinsame Schmücken macht Spaß und die Weihnachtsstimmung kommt fast von ganz alleine. Wie lange der Weihnachtbaum seine ganze Pracht entfalten darf, hängt oft von regionalen Bräuchen ab. Aber auch der Zeitpunkt des Nadelns läutet das Ende ein. Es ist ein kleiner Trost, wenn der abgeputzte Baum als Futter für Zootiere seine Verwendung findet.

 

 

 

Bildquellen:
Bild 1: © Smileus / Fotolia.com

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