Die Sache mit der Mietkaution

Beim durchstöbern von Wohnungs-Anzeigen stößt man über kurz oder lang auf komische Kürzel wie die folgende: 2 MM Kaution, oder 2,5 KM Kaution.

Vielleicht hast du dich auch schon gefragt, was es damit auf sich hat und ob du diese Kaution überhaupt bezahlen musst!?

Im folgenden Artikel möchte ich dir die Sache mit der Kaution mal etwas näher bringen und eine nette Alternative aufzeigen, um sich das Geld für die Kaution zu sparen bzw. dieses für andere Dinge nutzen zu können.

Was ist eine Mietkaution?

Wie das Wort Kaution schon sagt, geht es um eine Sicherheitsleistung, die man erbringen muss. So eine Kaution begegnet uns an verschieden Stellen im Leben, unter anderem auch beim Abschluss eines Mietvertrages. Also kann man sagen, dass die Mietkaution einfach eine Sicherheit für den Vermieter ist.
Diese Sicherheit ist für den Vermieter enorm wichtig. Denn sollte der Mieter, den Verpflichtungen aus dem Mietvertrag nicht nachkommen, so hat der Vermieter die Möglichkeit, auf die Mietkaution zurückzugreifen.

Das heißt, solltest du als Mieter z.B. unbeabsichtigt eine Zimmertüre beschädigt haben und diese dann durch den Vermieter wieder repariert/ ausgetauscht werden muss. So hat der Vermieter die Möglichkeit den Mieter für diese Kosten zu belangen. Verweigerst du dich dann aber diese Kosten zu übernehmen, hat der Vermieter die Möglichkeit, diese entstandenen Kosten mit einem Teil der hinterlegten Mietkaution zu begleichen.

Deshalb ist die Mietkaution meist ein wichtiger Bestandteil des Mietvertrages. Also ja, eine Kaution muss hinterlegt werden, wenn dies Bestandteil des Mietvertrages ist.

 

Wie hoch ist eine Kaution für die Wohnung?

Die Höhe der Kaution liegt in vielen Fällen bei 2 MM oder 2,5 WM etc. MM sind die Monatsmieten, wobei man hier von der reinen Miete ausgehen kann, KM das wäre dann die reine Miete ohne Nebenkosten. Hier sollte man schon drauf achten, denn das können sonst schnell mal 1000 € mehr sein die man als Kaution hinterlegen soll.
Allerdings ist der Mieter hier auch geschützt und so kann ein Vermieter maximal 3 reine Monatsmieten (ohne Nebenkosten) als Kaution verlangen.

 

Was passiert mit der Kaution?

In den meisten Fällen wird die Kaution Bar oder per Überweisung beim Vermieter im Voraus beglichen. Übrigens hast du als Mieter das Recht die Kaution in 3 Ratenzahlungen zu begleichen – dies sollte natürlich mit dem Vermieter abgesprochen werden.
Hat der Vermieter die Kaution erhalten, darf dieser natürlich nicht frei darüber verfügen, sondern muss diesen Geldbetrag auf ein dafür eingerichtetes Sparbuch o.Ä. übertragen.

Geht das Mietverhältnis dann irgendwann zu Ende und es gab keine Vorkommnisse, weshalb der Vermieter einen Teil der Kaution in Anspruch nehmen durfte, dann erhältst du als Mieter die volle Höhe der eingezahlten Kaution inkl. den angefallenen Zinsen. 😉

 

Alternative zur Kaution?

Gibt es eine alternative zur Kaution? – Na klar. Und zwar hat man die Möglichkeit, sich das Geld zu sparen bzw. sinnvoll für eventuell neue Anschaffungen zu nutzen.
Denn seit geraumer Zeit gibt es Kautionskassen, welche die Bürgschaft für den Mieter übernehmen.

Man fordert einfach eine Bürgschaftsurkunde an z.B. bei der Deutschen Kautionskasse. Diese Bürgschaftsurkunde wird dann dem Vermieter übergeben – und du bezahlst nur einen kleinen monatlichen Beitrag der Kautionskasse, quasi als Versicherungsbeitrag.

So bleibt dir beim Umzug mehr Geld für neue Möbel etc. und du musst dir keine Gedanken mehr um die Kaution machen. Super oder!?

 

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