Heizkosten richtig sparen

So sparen Sie Heizkosten

Trotz der großen Erdöl- und Erdgasfunde in den Vereinigten Staaten scheint bei den Öl- und Gaspreisen auch mittelfristig keine Entspannung in Sicht. Dies ist nicht nur für die deutschen Autofahrer eine schlechte Nachricht, sondern auch für alle, die ihre Wohnung gut beheizt mögen. Gerade Mieter und Hausbesitzer müssen deshalb selbst aktiv werden, wenn sie Heizkosten sparen möchten.

Richtig Heizkosten sparen, statt teuer investieren

Wenn man sich aktiv mit dem Thema Heizkosten beschäftigt, dann landet man schnell bei teuren Anschaffungen wie Wärmepumpen oder Solaranlagen. Zugegeben dies können einem sehr gut dabei helfen, die Heizkosten einer Wohnung zu senken. Allerdings sind sie in der Regel mit hohen Investitionskosten verbunden, sodass sie gerade für Mieter fast nie eine wirkliche Alternative darstellen. Zudem ist es gar nicht notwendig gleich mehrere Tausend Euro zu investieren, wenn man Heizkosten sparen will. Vorausschauendes Verhalten und angemessenes Heizen können ebenfalls schon eine große Erleichterung bringen.

So geht man im Schnitt davon aus, dass jeder Grad weniger, der in einer Wohnung geheizt wird, zwischen 5% und 6% der Heizkosten einsparen kann. Wer seine Wohnung also anstatt auf 24 Grad nur auf die generell empfohlenen 20 Grad heizt, kann allein schon bis zu 20% der Heizkosten einsparen. Daher sollte man die optimal empfohlene Raumtemperatur auch versuchen einzuhalten, da zusätzliches Heizen sehr schnell ins Geld gehen kann. Nachtsüber reicht es sogar aus, wenn die Temperatur im Zimmer nicht mehr als 16 Grad beträgt. Eine noch geringere Temperatur ist allerdings nicht zu empfehlen, da sich sonst sehr schnell Kondenswasser bilden kann.

In Räumen, in denen sich nur selten Menschen aufhalten, reicht es ebenfalls aus, nur auf 16 Grad zu heizen. Damit man aber wirklich Heizkosten sparen kann, ist es wichtig, dass die Türen dieser Zimmer immer geschlossen bleiben. Andernfalls zieht die warme Luft in die kalten Räume und es muss nachgeheizt werden, was den Einspareffekt praktisch nichtig macht.

Ein weiterer Faktor ist auch die richtige Nutzung des Thermostates. So sollte man wissen, dass die Heizung nach dem Anschalten immer mit voller Kraft heizt, bis die eingestellte Temperaturgrenze erreicht wird. Es bringt also nichts, wenn man die Heizung auf 5 stellt und darauf hofft, dass dadurch der Raum schneller erwärmt wird. Der einzige Effekt, der sich einstellt, ist die Tatsache, dass der Raum über die gewollte Temperatur hinaus beheizt wird. Dies treibt natürlich die Heizkosten in die Höhe. Deshalb die Heizung immer nur soweit aufdrehen, dass am Ende die gewünschte Raumtemperatur erreicht wird.

Regelmäßiges Lüften

Wer Heizkosten sparen möchte, der sollte beim Thema Lüften ebenfalls einige Dinge beachten. So ist es natürlich auch im Winter notwendig, regelmäßig zu lüften, da sonst die Wahrscheinlichkeit von Schimmel innerhalb der Wohnung erheblich steigt. Dabei sollte man aber versuchten das sogenannte Stoßlüften anzuwenden. Also die Fenster in bestimmten Abständen für nur knapp 5 bis 10 Minuten zu öffnen und dann wieder zu schließen. Währenddessen ist wichtig, dass man die Heizung ausstellt, da sie andernfalls versucht verstärkt zu heizen, um den Temperaturverlust auszugleichen. Die diese Wärme jedoch gleich wieder durch das Fenster verschwindet, treibt man damit nur die Heizkosten in die Höhe. Dies ist auch der Grund, warum es generell gilt, angekippte Fenster zu vermeiden. Man verschwendet so viel Wärme, dass an Heizkosten sparen gar nicht mehr zu denken ist.

Um den richtigen Zeitpunkt zum Lüften zu finden, lohnt sich die Anschaffung eines Thermohygrometers. Damit kann man hervorragend die aktuelle Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit im Raum überprüfen und man weiß genau, wann man lüften muss, da das Thermohygrometer durch einen Warnton darauf hinweist.

Heizkörper warten

Ein weiterer Faktor beim Thema Heizkosten sparen, ist der Heizkörper in der Wohnung. So ist es wichtig darauf zu achten, dass der Heizkörper richtig eingestellt ist. Liegt hier ein Fehler vor, dann kann man dies zum Beispiel an einer ungleichmäßigen Wärmeverteilung auf den Heizkörpern oder durch ein hörbares Rauschen feststellen. In diesem Falle macht es Sinn einen Fachmann aufzusuchen, da mit großer Wahrscheinlichkeit eine Fehleinstellung der Wärmepumpe vorliegt. Vernachlässigt man dies, dann kann es dazu kommen, dass die Räume unterschiedlich beheizt werden, beziehungsweise dass die Pumpen mit voller Last arbeiten, obwohl dies gar nicht notwendig ist. Dies führt zu einem höheren Stromverbrauch und damit auch zu höheren Heizkosten. Daher im Zweifelsfalle immer einen Fachmann fragen, andernfalls wird das Heizkostensparen eher schwierig werden.

Weiterhin ist es wichtig, dass die Heizkörper regelmäßig entlüftet werden. Da Luft in der Heizung dazu führt, dass die Wärme schlechter übertragen wird, ist sie einer der Hauptgründe für hohe Heizkosten. Deshalb sollte man entweder einen Fachmann aufsuchen oder nach gründlicher Recherche und dem Kauf eines Entlüftungsschlüssels selbst in regelmäßigen Abständen eine Entlüftung vornehmen. Das Werkzeug und oder der Auftrag an einen Fachmann kosten zwar Geld, können sich aber durchaus ausschlaggebend sein, wenn man am Ende des Jahres auf die Heizkosten schaut.

Sinnvoll Geld investieren

Wie bereist angesprochen muss man nicht notwendigerweise viel Geld in Wärmepumpen oder Solaranlagen investieren, um Heizkosten sparen zu können. Allerdings gibt es durchaus ein paar Investitionen, die sich lohnen, wenn man seine Heizkosten senken möchte. Als besonders wichtig, wäre dabei als Erstes die Abdichtung der Fenster und Türen zu nennen. Undichte Stellen gehören zu den Hauptverlustquellen von Wärme und sind damit einer der Gründe für hohe Heizkosten.

Deshalb kann man nur wirklich Heizkosten sparen, wenn man keine Energie durch undichte Fenster und Türen verschenkt. Die notwendigen Materialen bekommt man ganz einfach im Baumarkt und sie können zudem ohne großes Fachwissen eigenständig angebracht werden. Diese Abdichtungsmaßnahmen können auch bedenkenlos von Mietern vorgenommen werden, ohne dass sie sich vor Problemen mit dem Vermieter fürchten müssen.

Eine weitere sinnvolle Investition, um die Heizkosten zu senken, kann die Dämmung von Rohren sein. Vor allem wenn diese durch kalte Kellerräume und Hausflure führen, geht sehr viel Energie verloren. Deshalb ist es durchaus überlegenswert, wenn man Heizkosten sparen möchte, dass man seine Rohre isoliert. Und auch die Wand, an der sich der Heizkörper befindet, sollte man versuchen zu dämmen, wenn es sich bei der Wand um eine Außenwand handelt. Andernfalls verliert man relativ viel Wärme nach draußen. Diesen Verlust kann man schon durch das Anbringen von einfachen Styroporplatten, die mit Aluminium beschichtet wurden, vermindern und so noch einmal richtig Heizkosten sparen.

Fazit

Wer Heizkosten sparen möchte, der muss nicht immer große Investitionen vornehmen. Ein paar einfache Verhaltensanpassungen und die richtige Wartung und Dämmung können schon Wunder wirken. Gerade wenn man sich die Preise von Öl und Gas anschaut, wird einem schnell klar, wie notwendig es ist, dass man selbst aktiv werden muss, wenn man hohe Heizkosten vermeiden möchte.

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