Einen Immobilienmakler beauftragen

Mit einem Immobilienmakler zur Traumwohnung

Sie suchen Ihre erste eigene Wohnung oder eine neue Traumwohnung: Zentral gelegen, Dachterrasse, Badezimmer mit Fenster und Privatparkplatz. Oder Sie und Ihre Familie suchen ein neues Haus: Auf dem Lande gelegen, nah zum nächsten Bauernhof, saniert und mit guter Verkehrsanbindung. Vielleicht möchten Sie auch lediglich eine bezahlbare Wohnung im Zentrum von München, Köln oder Hamburg beziehen und sehen auf dem Wohnungsmarkt völlig „schwarz“. In diesen Fällen kann ein Immobilienmakler die ideale Unterstützung bieten, um das passende Objekt zu finden: Erfahren Sie, welche Vorteile die Beauftragung eines Immobilienmaklers hat und auf welche Risiken Sie sich einstellen sollten, damit Ihre neue Traumwohnung nicht mehr lange auf Sie warten muss.

Der Immobilienmakler: Ein Beruf – wenig Regelungen

Der Maklerberuf ist in Deutschland eine Sammelbezeichnung für selbstständige Gewerbetreibende, die auf dem Immobilienmarkt vermitteln. Grundlage zur Ausübung ist eine behördliche Erlaubnis nach § 34c der Gewerbeordnung, wodurch das Vermitteln von Verträgen über Grundstücke, Immobilien oder mietbare Wohnräume und gewerbliche Räume geregelt ist. Dabei ist „Immobilienmakler“ kein geschützter Begriff: Weder eine fachliche Ausbildung noch eine berufliche Eignung müssen nachgewiesen werden. Somit kann jeder, der möchte, ein entsprechendes Gewerbe anmelden und den Maklerberuf ausüben – worin auch das Risiko bei der Beauftragung eines Maklers liegt.

Die Provision muss meist vom Käufer oder Mieter getragen werden

Die Provision muss meist vom Käufer oder Mieter getragen werden

Desweiteren ist der Beruf des Immobilienmaklers von dem sogenannten „Erfolgsprinzip“ geprägt: Nur wenn der Immobilienmakler mit seiner Vermittlung erfolgreich ist, erhält er eine Provision, die „Maklercourtage“. Die in Deutschland üblichen Beträge belaufen sich dabei auf 6 bis 7,5 % bei Käufen und zwei Netto-Kaltmieten bei Vermietungen. In manchen Fällen trägt auch der Verkäufer die Courtage oder Verkäufer und Käufer teilen sich den Betrag. Da der Verkäufer jedoch gleichzeitig der Auftraggeber des Maklers ist, bleibt die Zahlung der Courtage häufig dem Käufer oder Mieter überlassen. Mittlerweile hat sich auch eine zweite Form des Gehalts für Immobilienmakler entwickelt, indem Festpreismakler für Pauschalen und nicht eine Provision arbeiten. Diese Variante hat sich bisher jedoch nur bedingt durchgesetzt.

Handel mit dem Eigentümer oder Beauftragung eines Maklers: Vor- und Nachteile

Die Charakteristika des Makler-Berufs zeigen gleichzeitig auch seine Risiken auf: Da die Berufsbezeichnung nicht geschützt ist, sagt der Begriff „Immobilienmakler“ wenig über die Qualität des Vermittlers aus. Auch kann, je nach Lage und Situation des lokalen Immobilienmarktes, die Courtage höher angesetzt werden als üblich. Dadurch werden die Vorteile eines Kaufs direkt bei dem Eigentümer deutlich: Hier fällt weder eine Courtage an noch lässt man sich auf vermeintlich professionelle Immobilienmakler ein. Jedoch sind Eigentümer sowie Interessenten an das Objekt der Begierde oft emotional gebunden, wodurch ein fachlicher Handel kaum möglich ist. Zudem können private Eigentümer keinen objektiven Marktpreis ermitteln und verfügen nur über wenig Fachwissen was den Immobilienmarkt angeht.

Dementsprechend bietet die Beauftragung eines Maklers viele Vorteile für Interessenten, die Immobilien kaufen oder mieten möchten: Ein Immobilienmakler ist über den lokalen Immobilienmarkt informiert und kann Angebote sowie Konditionen objektiv vergleichen. Außerdem erhält er häufig Angebote über Immobilien, die noch nicht offiziell auf dem Markt angeboten werden, wodurch er seinen Kunden einen entscheidenden Vorteil bieten kann. Im Gegensatz zum privaten Vermieter kann ein Immobilienmakler bei den anschließenden Verhandlungen objektiv und professionell agieren, da er eine emotionale Distanz zum Objekt hat, derartige Verhandlungen gewohnt ist und durch seinen beruflichen Status überzeugen kann. Häufig erzielt er für den Interessenten damit bessere Verkaufs- oder Mietpreise, als der Eigentümer ursprünglich vorgesehen hatte.

Ein weiterer und der womöglich der größte Vorteil der Beauftragung eines Maklers bietet die Zeitersparnis: Durch seine Marktkenntnis kann der Immobilienmakler Grundstücke begutachten, bewerten, Besichtigungen planen und durchführen sowie eingehende Informationen einholen. Dadurch muss der Interessent nicht mühsam sämtliche Immobilienanzeigen der Lokalzeitung durchforsten, sondern kann sich voll und ganz auf die Fähigkeit des Maklers verlassen. Denn dieser ist an erfolglosen Besichtigungen nicht interessiert, da er nur durch die erfolgreiche Vermittlung seine Courtage erhält. Dementsprechend stellt er sich auf die Wünsche der Interessenten ein und sucht so schnell wie möglich das passende Objekt. Schließlich kann der Immobilienmakler auch bei den Formalitäten des Kaufs oder der Vermietung behilflich sein: Ob notarielle Schriften, Kaufverträge oder besondere Konditionen – die Abwicklung dieser Geschäfte sind sein Metier.

Hinweise bei der Suche nach einem Makler

Ein Makler spart Zeit

Ein Makler spart Zeit

Zentral bei der Suche nach dem richtigen Immobilienmakler sind Hinweise auf seine Erfahrung. Da er nicht zu einer Berufsausbildung verpflichtet ist, kann die Ausbildung als Immobilienkaufmann oder als Immobilienkauffrau ein Indiz für fachliche Qualifikation im Immobilienbereich sein. Doch diese Ausbildung alleine macht keinen guten Makler aus. Wie in vielen Bereichen, in denen es um Verkäufe und Verhandlungen geht, zählt auch hier die Mundpropaganda: Erkunden Sie sich bei Bekannten und Verwandten, wer in der Nähe einen Makler engagiert hat und mit dessen Leistung zufrieden war. Auch im Internet können Sie Bewertungen und Erfahrungsberichte zu Maklern finden. Dadurch können Sie sicher gehen, dass sich der Immobilienmakler für seine Kunden einsetzt und die Objekte objektiv beurteilt.

Bei der Beauftragung sollten Sie in jedem Falle vorab die Provision klären sowie nach der Möglichkeit fragen, diese mit dem Vermieter oder Verkäufer zu teilen. Erstellen Sie zusätzlich vor dem ersten Treffen mit Ihrem Makler einer Rangliste, die ihre gewünschte Immobilie beschreibt: Unterteilen Sie hier in unterschiedliche Kategorien, sodass ersichtlich wird, was unbedingt vorhanden sein muss, was wünschenswert wäre und was Sie auf keinen Fall wünschen. So kann sich der Makler optimal auf Ihre Bedürfnisse hinsichtlich Lage und Einrichtung des Objektes einstellen. Klären Sie auch die maximalen Kauf- oder Mietkosten, die in Ihrem Budget liegen. Schließlich sollten Sie bei der Besichtigung der Objekte immer neugierig bleiben: Fragen Sie nach und löchern Sie Ihren Makler, um festzustellen, wie sachlich er die Immobilie beurteilt. Meistens merken Interessenten schnell, wenn ein Immobilienmakler das Objekt schönredet und Negatives verschweigt – Vertrauen Sie also auf Ihr Bauchgefühl.

Gute Gründe für die Beauftragung eines Immobilienmaklers

Ein Makler ist auch ortskundig

Ein Makler ist auch ortskundig

Im Vergleich zu dem direkten Kontakt mit den Eigentümern bietet der Makler also zahlreiche Vorteile wie seine Ortskenntnis, die Professionalität, seine Objektivität und schließlich sein aussagekräftiges Image bei ehemaligen Kunden. Zusätzlich sind zwei Gründe zu erwähnen, die das Hinzuziehen eines Maklers besonders nahe legen: Sie suchen ein besonders einzigartiges Objekt oder Sie suchen ein bezahlbares Objekt in einer Metropole. Wenn Ihnen der gepflegte Parkettboden, die hohen Stuckdecken, der ruhig gelegene Balkon, die kleine Privatbibliothek und die zugehörige Tiefgarage wichtig sind, kann die private Suche nach diesem Objekt endlos werden.

Bei solch ausgefallenen und einzigartigen Kombinationen können versierte Immobilienmakler ihre Ortskenntnis ausnutzen. Auch wer eine Wohnung in einer Großstadt wie München oder Frankfurt sucht, dabei jedoch im Rahmen des Bezahlbaren bleiben will, muss häufig auf einen Makler zurückgreifen: Der Wohnungsmarkt von Ballungsgebieten, Studentenstädten und Industriemittelpunkten ist oft so überlastet, dass eine bezahlbare Wohnung kaum auffindbar ist. Auch hier können Makler ihre Beziehungen spielen lassen und Sie über neue Entwicklungen auf dem Markt informieren. Und wenn Ihnen das angebotene Objekt nicht gefällt – einfach absagen und die Courtage sparen.

 

 

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