Strom sparen – Darauf können Sie achten, um Energiekosten zu senken

Die Energiepreise steigen und steigen. Jeder weiß es und muss es hinnehmen. Eine Senkung auf breiter Front ist in naher Zukunft nicht absehbar. Bleibt also nur eine Alternative: Strom sparen. Dies ist einfacher, als Sie denken, wenn Sie ein paar Tipps beachten und konsequent anwenden. Sie müssen dafür auch nicht auf Komfort und Lebensqualität verzichten.

Strom sparen schont die Umwelt und Ihren Geldbeutel

Energiewende, Klimaschutz, CO2-Emissionen – diese Schlagworte dürften den meisten Verbrauchern mittlerweile geläufig sein. Der unbedachte Verbrauch von Ressourcen schadet der Umwelt und wird sich irgendwann zu Lasten der nachfolgenden Generationen, unserer Kinder und Enkel auswirken. Mit unseren Tipps zum Strom sparen schonen Sie sowohl die Umwelt als auch Ihren Geldbeutel. Wenn Sie die Maßnahmen beherzigen, ist pro Jahr eine Ersparnis von einigen Hundert Euro – einen vierköpfigen Familienhaushalt zu Grunde gelegt – eine realistische Zahl.

 

Was Sie tun können, um Energie zu sparen

Beleuchtung

Deutsche Haushalte geben rund acht Prozent ihrer Energiekosten für Beleuchtung aus. Moderne Energiesparlampen verbrauchen rund 80 Prozent weniger Strom als herkömmliche Lampen. Außerdem halten erstere etwa zehnmal länger, was die höheren Anschaffungskosten schnell ausgleicht. Wenn Sie zehn herkömmliche Birnen mit 60 Watt durch Energiesparbirnen mit elf Watt austauschen, sparen Sie pro Jahr knapp 100 Euro.

Verwenden Sie Neonröhren für Keller-, Hobby- und Hauswirtschaftsräume. Sie arbeiten bis zu 10.000 Betriebsstunden und benötigen 75 Prozent weniger Energie als normale Glühbirnen. Niedervolt-Halogenlampen sind ebenfalls sparsamer, allerdings sollten Sie nach Gebrauch einen eventuell vorhandenen Transformator vom Netz trennen.

Stand-By

Es ist eigentlich kaum vorstellbar, aber allein der Stand-By-Betrieb von Elektrogeräten verbraucht in Deutschland den erzeugten Strom von zwei großen Kraftwerken. Damit könnte man den Bedarf von ganz Berlin abdecken, immerhin eine Stadt mit über drei Millionen Einwohnern. Der Leerlauf macht vier Prozent des Stromverbrauchs in deutschen Haushalten aus – für etwas, das niemand wirklich braucht. Hier helfen zwei simple Tricks zu sparen: Stecker ziehen oder eine abschaltbare Stromleiste dazwischenschalten.

Unterhaltungselektronik

TV-Geräte, Stereoanlagen, Computer u.ä. sind für zehn bis 25 Prozent des Stromverbrauchs verantwortlich. Für Fernseher gilt: Je größer die Auflösung und die Bildschirmdiagonale, desto höher der Energiehunger. Plasmageräte verbrauchen gegenüber Röhren- oder LCD-Geräten fast das Doppelte. Beim Kauf eines Computers sollten Sie vorab überlegen, welche Leistung Sie wirklich brauchen. Ein High-End-PC benötigt wesentlich mehr Strom als ein durchschnittlicher Desktop-PC, dieser wiederum mehr als ein Notebook. Auch Peripheriegeräte wie Monitore, Scanner, Drucker, Lautsprecher sind nicht ohne. Schalten Sie sie ab, wenn Sie Arbeitspausen einlegen. Wenn Ihr PC über ein Power Management verfügt, sollten Sie dieses aktivieren. Dann werden nämlich nur die gerade benutzten Komponenten mit Energie versorgt.

Küchengeräte

Wenn Sie mit Gas kochen können – umso besser, denn Gasherde weisen die größte Energieeffizienz auf. Elektroherde mit althergebrachten Gussplatten verbrauchen zehn bis 20 Prozent mehr Strom als Ceranfelder und 30 Prozent mehr als Induktionsherde. Letztere erfordern allerdings spezielle Töpfe und Pfannen. Wichtig beim Kochen: Die Topfgröße sollte genau der Kochplatte entsprechen und der Deckel immer aufgelegt sein. Ohne Deckel benötigen Sie bis zu zwei Drittel mehr Strom für einen Kochvorgang.

Achten Sie darauf, Ihre Spülmaschine immer voll zu beladen. Die meiste Energie kostet das Aufheizen – und das ist immer der gleich aufwändige Vorgang. Übrigens: Kleinvieh macht auch Mist: Ein Wasserkocher beispielsweise ist sparsamer als ein Elektroherd, eine Mikrowelle zum Aufwärmen kleiner Mengen ebenfalls. Brötchen backen Sie günstiger auf dem Toaster oder Minigrill auf als im Herd, eine Thermoskanne für Kaffee ist sparsamer als die Heizplatte der Kaffeemaschine.

Kühl- und Gefriergeräte sollten Sie niemals in direkter Nachbarschaft zu Heizung oder Herd, Waschmaschine und Geschirrspüler aufstellen, sondern immer in einer Umgebung auf Zimmertemperatur. Ist dies nicht möglich, tut es auch eine Platte aus feuerfestem Dämmstoff zwischen den Geräten. Am effizientesten arbeitet ein Kühlschrank übrigens, wenn er zu 70 Prozent gefüllt ist.

Beladen Sie Ihre Waschmaschine immer voll. Wasser- und Stromverbrauch sind bei halbleeren Geräten nämlich nahezu gleich. Verzichten Sie auf den meist überflüssigen Kochwaschgang: er frisst doppelt so viel Strom wie eine 60-Grad-Wäsche und das Siebenfache eines 30-Grad-Waschgangs. Wenn Sie einen Wäschetrockner nutzen, sollten Sie zuvor an der Waschmaschine immer die höchstmögliche Schleuderzahl einstellen, das verkürzt die Trockenzeit.

Grundsätzlich gilt für alle Küchen- und Haushaltsgeräte: Vergleichen Sie bei einer Neuanschaffung den Stromverbrauch verschiedener Modelle und wählen Sie ein Gerät der höchsten Effizienzklasse. Auch wenn dies beim Kauf teurer ist, auf lange Sicht schont es Ihren Etat.

Heizung

Sie heizen mit Öl oder Gas? Wenn Sie jetzt glauben, dass Sie dabei keinen Strom verbrauchen, haben Sie sich gründlich geirrt. Ganz im Gegenteil: Allein die Heizungspumpe verbraucht acht Prozent Ihres gesamten Haushaltsstroms, weil sie oft zu großzügig eingestellt ist. Hier sollten Sie einen kompetenten Fachmann befragen oder langfristig über eine Auswechslung nachdenken. Eine moderne Umwälzpumpe ist deutlich effizienter und hilft Strom sparen.

Ladestationen

Ob für Werkzeuge, z.B. einen Akku-Schrauber, oder andere Kleingeräte. Trennen Sie die entsprechenden Ladestationen nach dem Aufladen vom Netz, ansonsten verbrauchen diese weiter kontinuierlich Energie.

Wie Sie noch mehr Geld sparen können

Zum Abschluss noch eine Empfehlung: Als Privatkunde sollten Sie einmal pro Jahr über einen Wechsel Ihres Stromanbieters nachdenken und sich entsprechend informieren. Die Preisunterschiede der Stromversorger sind zum Teil erheblich. Mit einem Wechsel können Sie unter Umständen mehrere Hundert Euro jährlich sparen.

Bildquelle: © Light Impression / Fotolia.com

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