Die typische Studentenwohnung

So sieht die typische Studentenwohnung aus

Viele sind der Ansicht, dass die typische Studentenwohnung immer klein, düster und mit Büchern, Ordnern und Taschen vollgepackt ist. Dazu vertrocknete Zimmerpflanzen, vergilbte Gardinen und rissige Wände. Dazu passt freilich das Bild einer spartanischen Einrichtung, denn schließlich sind die meisten Studenten ja arm und arbeiten bzw. lernen viel. Wo bleibt da noch die Zeit bzw. das Geld, um die erste Wohnung adäquat und niveauvoll zu gestalten? Aber wer tatsächlich der Ansicht ist, dass eine Studentenwohnung heute derartig trist und ärmlich anmuten muss, der irrt.


Die Zeiten haben sich glücklicherweise im Laufe der jüngeren Vergangenheit zum größten Teil nachhaltig geändert. So viel ist Fakt. Wie die Erfahrung gezeigt hat, sind Studentenwohnungen zwar gerade in den Universitätsstädten sehr rar, und eine Besserung dieser bedrohlichen Wohnungssituation ist nicht in Sicht. Aber genau dieser Aspekt ist mittlerweile auch weithin bekannt. Und dementsprechend sorgt man heute zumeist auch mit Blick auf die begehrte Studentenwohnung vor: insgesamt zeichnet sich ein vielversprechender Trend ab.

Wer vorausschauend plant, spart bares Geld

Es lohnt sich demgemäß zum Beispiel, schon während der Abiturzeit mit der Suche nach in Frage kommenden Räumlichkeiten zu beginnen, um im Bedarfsfall eine vorzeigbare und zugleich auch bezahlbare erste Wohnung zu haben. Und eben deshalb unterstützen viele Eltern ihren Nachwuchs bei der Suche nach einer Studentenwohnung dahingehend, dass sie die erste Wohnung für die angehenden Studenten schlichtweg kaufen. Natürlich nur, sofern es die finanziellen Gegebenheiten ermöglichen.

In diesem Zusammenhang kann es ratsam sein, statt auf Einzimmer-Wohnungen zurückzugreifen, Drei-bis Vierzimmer-Apartments zu erwerben. Schließlich spart man im Zuge dessen langfristig Mietkosten und profitiert später, zum Beispiel nach einem erfolgreichen Studienabschluss davon, dass man die Räumlichkeiten an andere Wohnungssuchende, zum Beispiel Studenten weiter vermieten kann. Eine Planung, die sich finanziell durchaus rentieren dürfte.

Dieses vielversprechende Potenzial ist sowohl vorausschauenden Investoren aus dem privaten Bereich, als auch aus der Immobilienbranche nicht verborgen geblieben. Somit ist ein deutlicher Positivtrend erkennbar: in immer mehr (Universitäts-)Städten entstehen immer mehr Wohnungen bzw. es werden vermehrt Immobilien gebaut. Zwar soll dieser Wohnraum insgesamt bezahlbar bleiben, um die Attraktivität bei den Studierenden zu gewährleisten. Aber an Funktionalität und freundlicher Innenraumgestaltung mangelt es daher keineswegs.

Angesichts dieser durchaus erfreulichen Entwicklung ist es also nicht weiter verwunderlich, dass die Zeiten der düsteren, lediglich von einer Kerze erhellten Studentenbuden nunmehr so gut wie vorbei sind. Wirtschaftlich orientierte Privatleute und Gewerbetreibende wollen durch funktional bzw. praktisch konzipierte Räumlichkeiten punkten und sich auch über lange Zeiträume hinweg zahlungskräftige Mieter sichern.

Die Ansprüche steigen

Und so haben sich im Laufe der Zeit gleichwohl die Ansprüche der Studenten selbst gewandelt. Natürlich erfreuen sich kleine, praktische Einzimmer-Apartments nach wie vor einer großen Beliebtheit. Entsprechend sorgsam gehen die erfolgsorientierten Leute in der Regel auch mit ihrer Studentenwohnung um. Nicht zu vergessen ist darüber hinaus die Tatsache, dass die meisten Studierenden neben ihrem Studium einer (neben-)beruflichen Tätigkeit nachgehen, um sich einen gewissen Lebensstandard zu ermöglichen.

Zahlreiche junge Leute wollen diesbezüglich ihren Kommilitonen in nichts nachstehen und tun es ihnen gleich. Wirklich verarmte Studenten, die sich nurmehr mit „Ach und Krach“ ihre erste Wohnung leisten können, sieht man demgemäß immer seltener. Schließlich besteht das Studentenleben nicht nur aus Lernen und Arbeiten, sondern auch der Spaßfaktor steht an erster Stelle. Party machen kostet Geld und will durch adäquate Jobs finanziert sein. Diese grundlegende (Lebens-)Gestaltung trifft auf immer mehr Studenten zu, wobei es sehr wohl nachvollziehbar ist, dass die Jungs und Mädels nach einem stressigen Tag bzw. einer anstrengenden Nacht in ein möglichst gepflegtes Domizil zurückkehren wollen, wo man sich nach Herzenslust entspannen und auf die nächsten Vorhaben einstellen kann.

Tristesse und düstere Räumlichkeiten? Weit gefehlt!

So besticht die Optik einer Studentenwohnung heute in der Regel durch Sauberkeit und funktionale, wenn auch sehr kostengünstiges Mobiliar. Gerne darf hierfür auch Second-Hand-Ware zum Einsatz kommen, die aber nichtsdestotrotz durch ein gepflegtes und stilvolles Design bestechen sollte. Frei nach dem Motto: „Aus alt mach‘ neu“, zeichnet sich die erste Wohnung mitunter häufig durch funktionale Möbel aus, die durch selbstgemalte Bilder oder individuelle Fotographien dekorativ ergänzt werden.

Selbst genähte Vorhänge, zum Beispiel von Muttern, runden die Studentenwohnung „mit Persönlichkeit“ ab. Und weil das Studentenleben an sich zumeist äußerst facettenreich ist, man an zahlreichen Projekten und vielleicht auch karriereorientierten Auslandsreisen teilnimmt, enthält die erste Wohnung somit mit der Zeit immer mehr Erinnerungsstücke, Mitbringsel oder persönliche Geschenke von Freunden.

Natürlich sind die wichtigsten Möbel in der Studentenwohnung ein Bett, ein Stuhl (je nach finanzieller Lage gerne auch mehrere) bzw. ein Sitzkissen, ein Tisch und Regale. Im Bad – dieses kann freilich auch direkt im Ess- und Wohnbereich inkludiert sein – befinden sich darüber hinaus ein kleiner Unterstelltisch und ein Spiegel. Vielleicht komplettieren ein Läufer, ein CD-Player und ein TV-Gerät das Ambiente. In jedem Fall zeichnet sich die erste Wohnung durch eine ganz besondere Optik aus.

 

Schließlich macht es einfach jede Menge Spaß, mit den individuell zur Verfügung stehenden Mitteln die erste Wohnung auch dazu nutzen zu können, um sich auszuprobieren und die weite Welt des Erwachsenwerdens für sich zu entdecken. Getreu dem Motto: „Sage mir, wie du wohnst. Und ich sage dir, wer du bist,“ ist es wohl nur eine Studentenwohnung, in der man noch so leben kann, wie man ist bzw. wie man es sich vorstellt. Denn später, nachdem man diese erste Wohnung aus Gründen der Familienplanung verlässt, fließen auch die Ideen und Vorstellungen des Partners mit ein.

Die erste Wohnung bietet dem Studenten – so klein sie möglicherweise auch sein mag, mit Blick auf Gestaltung und Einrichtung – jede Menge Möglichkeiten. Warum sollte es da nicht auch die eine oder andere Studentenwohnung geben, in welcher zum Beispiel gänzlich auf Möbel verzichtet, sondern das Interieur in Eigenregie zusammengestellt wird?

Kreativität ist unbezahlbar – gerade in der Studentenwohnung

So erfreut es sich zum Beispiel nach wie vor einer großen Beliebtheit, statt eines Bettes lediglich eine (kostengünstige) Matratze zu verwenden und einen Stapel alter Bücher mit einer Holz- oder Glasplatte aus dem Baumarkt zu bestücken, um dieses Konstrukt als Tisch zu verwenden. Der Kreativität sind da freilich keine Grenzen gesetzt. Und auch die Tatsache, dass die Zahl der Billiganbieter, zum Beispiel der so genannten Ein-Euro-Shops, Discount-Möbelhäuser, Second-Hand-Läden sowie der (Online-)Tauschbörsen und so weiter vor allem auch in Universitäts- oder Großstädten nahezu stetig steigt, trägt dazu bei, dass die Haushaltskasse entlastet, aber die erste Wohnung nichtsdestotrotz geschmackvoll und kreativ eingerichtet werden kann.

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