Umzugskartons richtig packen und transportieren

Umzugskarton sollten richtig gepackt werden

Ein Umzug ist in der Regel immer mit Stress verbunden. Diesen können Sie allerdings minimieren, wenn Sie Ihren Umzug clever vorbereiten. Gerade das Packen der Umzugskartons sollte dabei vorausschauend geplant sein. Gehen Sie hier mit System vor, wird sowohl der Auszug als auch der Start in der neuen Wohnung deutlich entspannter. Aber auch das Bepacken von Umzugskartons will erst einmal gelernt sein. Beachten Sie hier nicht wesentliche Grundsätze und kennen die entsprechenden Kniffe und Tricks nicht, kann sich der Umzugsstress binnen Stunden von einem lauen Lüftchen in einen handfesten Orkan verwandeln. Das muss aber nicht sein, denn schon bei der Auswahl und erst recht beim Packen der Umzugskartons können Sie quasi präventiv gegen den Umzugsstress vorgehen.

Umzugskarton im Baumarkt und Möbelhaus kaufen oder online bestellen

Die für den Umzug bzw. Transport richtigen Kartons auszuwählen, kommt dabei einer Entscheidung mit weitreichenden Folgen gleich. Fällt ein gepackter Karton nämlich bereits beim ersten Hochheben sofort wieder in sich zusammen, kompliziert ein Malheur dieser Art den avisierten Wohnungswechsel und sorgt für Frust statt Lust bei Ihren Umzugshelfern. Damit Sie Umzugskartons nicht mehrmals packen müssen, sollten Sie von vorne herein entsprechend stabile Umzugskisten verwenden. Daher ist es grundsätzlich wichtig, dass beim Kauf der Kartons die Qualität respektive Stabilität als oberstes Entscheidungskriterium heran gezogen wird. Falls Sie die benötigten Kartons direkt vor Ort – zum Beispiel im Baumarkt oder in Möbelhäusern – kaufen, können Sie die Kartons im Vorfeld begutachten und Qualität sowie Stabilität bewerten. Bestellen Sie Umzugskartons allerdings online, ist eine entsprechende Beurteilung weitaus schwieriger. Nur mit Ihrer Intention kommen Sie dabei nicht weit. Zusätzlich sollten Sie sich daher in einem solchen Fall in den einschlägigen Internetforen Informationen und Beurteilungen von Umzugskartons besorgen und die jeweiligen Erfahrungen anderer Internetnutzer in eine mögliche Kaufentscheidung mit einfließen lassen.

Gebräuchliche Umzugskisten bestehen aus doppellagiger Wellpappe

Ein wichtiger Faktor hinsichtlich Qualität bzw. Stabilität ist immer die Dicke eines Umzugskartons. Hierbei müssen Sie darauf achten, ob ein Karton ein-, zwei- oder dreiwellig aufgebaut ist. Ein entsprechender Karton, der sich lediglich einwellig präsentiert, ist dabei – wenn überhaupt – nur für wenige und leichte Sachen ausgelegt. Ein gebräuchlicher Umzugskarton wird in der Regel zumeist mindestens aus doppellagiger Wellpappe gefertigt. Allerdings erhalten Sie auch Spezialanfertigungen wie zum Beispiel Kleiderboxen, die über drei Lagen verfügen und bis zu rund 50 Kilogramm belastbar sind.

Die Größe einer Umzugskiste variiert dabei größtenteils von Anbieter zu Anbieter und auch von Verwendungszweck zu Verwendungszweck. An folgenden Standardgrößen und Belastbarkeitsgrenzen können sie sich dabei orientieren:

  • Bücherkarton: 40 x 33 x 33 cm (L x B x H), belastbar bis etwa 30 Kg
  • Standardkarton: 61 x 30 x 32 cm (L x B x H), belastbar bis etwa 40 Kg
  • Spezialanfertigung (Kleiderbox etc.): 62 x 52 x 135 cm (L x B x H), belastbar bis etwa 50 Kg

In Komplettpaketen sind verschiedene Kartonausführungen zu finden

Preislich sind die Umzugskartons nach Größe geordnet bzw. gestaffelt. So kann eine noch nicht benutzte Umzugskiste zwischen 1 und 2,50 Euro kosten. Diesbezüglich sollten Sie verstärkt auf preisgünstige Angebote achten, die Komplettpakete zum Inhalt haben.

Insbesondere bei größeren Umzügen wird sich dies in der Regel stets lohnen, da zum einen entsprechende Komplettpakete Ihren Geldbeutel nachhaltig entlasten; zum anderen sind diese Pakete zudem bereits auf eine große Anzahl von verschieden nutzbaren Umzugskartons optimiert. So sind in einem Komplettpaket neben den Standardkartons zumeist auch Bücherkartons und diverse Spezialanfertigungen zu finden. Wenn Sie die Umzugskisten nicht direkt in einem Möbelhaus, Baumarkt oder einem großen Büroartikelmarkt kaufen, können Sie die Kartons auch über das Internet – zum Beispiel bei einem Kartonshop – auswählen, bestellen und sich anschließend bequem nach Hause senden lassen. Haben Sie ein Umzugsunternehmen beauftragt, können Sie in der Regel direkt bei der Spedition Umzugskartons und auch entsprechendes Verpackungsmaterial käuflich erwerben. Sie können Umzugskartons aber auch mieten; zahlreiche Umzugsunternehmen bieten diese Möglichkeit alternativ an.

Die Belastungsgrenzen der Kartons nicht ausreizen

Beim Befüllen bzw. Packen der Kartons sollten Sie – wenn möglich – die Belastungsgrenzen der Umzugskartons aber nicht ausreizen. Weniger ist in diesem Fall einfach mehr. Um das Tragen der Kartons zu erleichtern, sollten diese mit Inhalt keinesfalls zu schwer sein.

Erfahrene Umzugsprofis raten diesbezüglich zu einem maximalen Umzugskarton-Gewicht von rund 15 bis maximal 30 Kilogramm. Um dies tatsächlich zu bewerkstelligen, sollten Sie in einer Kiste immer schwere und leichte Gegenstände kombinieren. Befüllen Sie zum Beispiel einen Umzugskarton zur Hälfte mit „gewichtigen“ Objekten, wie zum Beispiel mit Büchern, sollte die anderen Hälfte der Kiste für leichte Utensilien (Handtücher, T-Shirts etc.) reserviert werden. Wichtig ist dabei, dass Sie permanent das Gewicht eines Umzugskartons im Auge behalten. Heben Sie ihn immer mal wieder während des Packens kurz an, um das Gewicht einschätzen zu können. Sparen sollten Sie allerdings nicht hinsichtlich der Umzugskisten und planen Sie grundsätzlich lieber zu viel Umzugskartons ein. Fehlen Ihnen hinterher beim Verpacken Kartons, ist das nicht nur ärgerlich, sondern zusätzlich auch zeitaufwändig. Eine Faustregel der Umzugsunternehmen besagt, dass ein Umzugskarton pro Quadratmeter Wohnfläche benötigt wird. Zudem ist es überaus ratsam, eine Reserve an Umzugskartons von etwa 15 – 20 Prozent bereit zu halten.

Zerbrechliches Umzugsgut effektiv schützen

Zu einer perfekt gepackten Umzugskiste gehören aber immer auch Verpackungs- sowie Füllmaterial. Gerade Gläser, Geschirr oder auch andere zerbrechlichen Gegenstände sollten niemals ohne einen effektiven Schutz in einer Umzugskiste verstaut werden. Ansonsten laufen Sie Gefahr, statt des feinen Teeservices in der neuen Wohnung lediglich Scherben aus dem Umzugskarton zu fischen. Wickeln Sie zerbrechliche Gegenstände daher grundsätzlich großzügig in Zeitungs- oder Packpapier ein, um sie sicher im Karton transportieren zu können. Anschließend können Sie die Kartons mit zerbrechlichem Inhalt durch eine Aufschrift wie „Vorsicht Glas“ oder „Vorsicht zerbrechlich“ entsprechend kennzeichnen und Transporteuren bzw. Ihren Umzugshelfern deutlich signalisieren, dass sich in eben diesen Kartons empfindliches Umzugsgut befindet.

Gleichzeitig können Sie das Zeitungs- oder Packpapier auch als Füllmaterial verwenden; als alternatives Füllmaterial können Sie auch beispielsweise auf Verpackungschips, Kopfkissenbezüge oder Handtücher zurückgreifen. So verhindern Sie, dass die sich im Karton befindlichen Gegenstände nicht hin- und her rutschen. Effektiv nutzen können Sie allerdings auch Umzugskartons, die als Spezialanfertigung mit vielen kleinen Einzelfächern aufwarten. Verstauen Sie die Gläser oder das Geschirr in diese Fächer, können sie nicht aneinander schlagen und zerbrechen.

Umzugskisten nach Räumlichkeiten getrennt befüllen

Um das spätere Auspacken und Zuordnen zu erleichtern, sollten Sie Umzugskartons jeweils mit Gegenständen befüllen, die in ein Zimmer gehören oder die thematisch verwandt sind (Bücher, Kleidung etc.). So können Sie beim Umzug die Gegenstände bzw. die jeweils richtigen Kartons sofort in die passenden Räumlichkeiten bringen. Bücher und Akten sollten zum Beispiel stets gemeinsam transportiert werden. Vorzugsweise besorgen Sie sich einen speziellen Umzugskarton, der kleiner, dafür aber stabiler als die typisch zweilagige Variante ist. So bezeichnete Bücherkartons bestehen nämlich aus vergleichsweise stabilerem bzw. dickerem Material; zudem verfügen Sie über Einsätze, die das Verstauen und Transportieren von Akten maßgeblich erleichtern.

Kleidungsstücke sollten grundsätzlich immer gemeinsam in Umzugskartons einen Platz finden; besonders eifrige Zeitgenossen unterteilen die Kleidung dabei noch in die Segmente Sommer- und Winterkleidung oder nehmen eine Unterscheidung hinsichtlich der Träger vor. So behalten Sie zwar auch beim Auspacken der Kisten die Übersicht, aber geschützt wird die Kleidung dadurch nicht. Nutzen Sie aber eine Kleiderbox mit integrierter Metallstange, können Sie Kleidung aufgehängt und knitterfrei transportieren.

Wichtig: Umzugskisten grundsätzlich beschriften und einen Notkarton anlegen

Um schon im Vorfeld Chaos zu verhindern, wenn die befüllten Kartons nach erfolgreichem Transport in der neuen Wohnung auf ihre Weiterverwendung warten, ist die Beschriftung Ihrer Umzugskisten Pflicht. Schließlich sehen die genutzten Kartons von außen größtenteils identisch aus. Womit also sollen Sie dann anfangen? Wo sind noch gleich die Küchenutensilien? Und wo ist die Kosmetika für das Sideboard im Bad? Nur mit beschrifteten Kartons prallen Fragen dieser Art an Ihnen ab und das Chaos muss sich einen anderen Schauplatz suchen. Kennzeichnen Sie daher Ihre Umzugskisten gut sicht- und lesbar mit einem entsprechenden Marker; vorzugsweise nutzen Sie dabei für verschiedene Räume unterschiedliche Farben. Ein besonders markierter Karton sollte dabei als Notpaket dienen. In diesem können Sie dann Hygieneartikel, Unterwäsche, Wechselkleidung und Handtücher für den ersten Tag in der neuen Wohnung verstauen; auch die Kaffeemaschine sowie Lebensmittel sollten in diesem besonderen Karton nicht fehlen. So schlagen Sie dem Umzugschaos ein Schnippchen und sind auf den ersten Tag nach dem Umzug bestens vorbereitet.

Bildquelle 1: © ungermedien / Fotolia.com

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